Listig leise, klug und weise,
zieht die Katze ihre Kreise,
lugt lautlos aus dem Busch hervor,
kein Mucks dringt an des Vögleins Ohr.
Die Königin des Gartens reckt
von Kopf bis Fuß mit Fell bedeckt,
die Nase hoch, die Augen scharf,
weil ihr hier nichts entgehen darf.
Gut getarnt, geschickt, gefräßig,
schiebt sie sachte, sanft und mäßig
sich auf weichen samt‘nen Tatzen
zu dem kleinen dicken Spatzen.
Den Triumph kann sie schon schmecken,
gierig sich die Lippen lecken,
dicht geduckt zum Sprung bereit,
harrt sie auf die richt’ge Zeit.
Glieder straffen, Krallen strecken,
gleich der Sprung raus aus den Hecken.
Doch bevor sie packen kann,
hat sie ihre Chance vertan.
Der Spatz sitzt nun auf einem Ast,
nur knapp hat ihn die Katz‘ verpasst.
Mit Frust sieht sie das Vöglein an.
Im Kopf reift schon ein neuer Plan.


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